DiaLog (2)
soffimoffi | March 16, 2010 | 01:20

Herr B: Ihr Mann ist wohl auch so ein typischer Lehrer, so ein Gutmensch, der nur bei tegut kauft.

soffimoffi: Nee, nicht bei tegut, aber wenns geht im Biolädchen.

Herr B: Ach, und trägt er etwa auch eine Jack-Wolfskin-Jacke?

soffimoffi: Äh, tja, also… Ja. Wieso?

Herr B: Das sind diese Typen, die morgens mit ihren Kindern beim Bäcker stehen und kaufen zehn Brötchen. Aber die sagen nicht, zehn Brötchen bitte, nein, es muss ein Sesambrötchen sein, ein Hörnchen, ein Körnerbrötchen usw. Und während die Schlange immer länger wird fragt die Bäckersfrau dann das zweijährige Stöpselchen, ob es ein Schokocroissant will. Das Stöpselchen hat n Schnuller im Mund und sagt nichts. Der Vater sagt dann, Dir wurde eine Frage gestellt, antworte bitte. Und nachher sagt er, Und was sagt man da? Und ich denke, sag: Mehr! Und dann nuschelt das Kind irgendwas, das wie Danke klingt. Die Typen nerven voll.

soffimoffi: Aha…?

Herr B: Neulich, das war besonders nervig. Da hatte so ein Jack-Wolfskin-Papa sein Kind auf dem Arm und das guckte so über Papas Schulter nach hinten, da stand ich. Und ich schäker so mit dem Kind rum und dann irgendwann zeigt es auf mich und sagt: Da! Opa! Ist das zu fassen? OPA!

soffimoffi: Ah, ich verstehe, daher der Ärger über die Jack-Wolfskin-Väter… Ich dachte schon, nanu, Brötchen…?

Herr B: Ja! Frechheit! Opa! – Aber das mit den Brötchen nervt auch etwas…

Weltbevölkerung
soffimoffi | March 14, 2010 | 10:26

Die geschätzte aktuelle Weltbevölkerung:

6.809.553.964 + 1

Die + 1 ist mein neuer Neffe. Willkommen kleiner neuer Erdenbürger!

(W)Einsteigerseminar
soffimoffi | February 26, 2010 | 00:22

Ich war gestern auf einem Weinseminar. Da hätte ich lernen können, wie ich Wein zunächst betrachte, die Konsistenz, Farbe, Klarheit erkenne, dran schnuppere, das Aroma erkenne,den Wein im Mund hin und her schiebe, bewusst schmecke, den Abgang genieße und bewerte. Ich hätte lernen können, wo man welche Weine in welchem Boden anbaut, was Barriquefass bedeutet, wie man den Wein so klar kriegt und dass es Weingesetze in Deutschland gibt, weswegen schlecht gefilterter Wein wie in Amerika nicht vorkommt. Ich hätte also viel lernen können.

Letztlich habe ich aber nur Wein getrunken, Käse und Gänseleberpastete gegessen und bin dann zufrieden und angedudelt nach Hause getrabt. Und ich weiß irgendwie wieder nicht mehr über Wein als vorher – außer welchen ich in Zukunft auf meinem Balkon schlürfen werde, wenn das Wetter es wieder zulässt. Hach, Wein ist fein.

Schöne Bücher
soffimoffi | February 22, 2010 | 21:59

gibt es auf der Leipziger Buchmesse zu bewundern. Dort  wird iseit 1963 der weltweit einzigartige internationale Buchgestaltungswettbewerb Schönste Bücher aus aller Welt / Best Book Design from all over the World durchgeführt.

Und der höchste Preis ist die Goldene Letter. Und die gewinnen dieses Jahr drei junge Menschen aus Leipzig, wovon eine, und da darf man doch wohl stolz sein, mit mir ziemlich verwandt ist. Das sollte mal erwähnt werden.

Anatomie
soffimoffi | February 21, 2010 | 14:41

Ich war in einer dieser umstrittenen Körperwelten-Ausstellungen in Bremen. Die sind umstritten, weil es als ethisch problematisch betrachtet wird, Leichen auszustellen. In Bremen macht man das schon seit ewigen Zeiten, nämlich im sog. Bleikeller des Doms.

Ich fand die Ausstellung zeimlich interessant und manche Exponate leider auch tatsächlich ziemlich geschmacklos. Die Macher, insbesondere dieser komische Kerl mit Hut, betonen ja, sie wollten den Besuchern anatomische und physiologische Fakten nahe bringen, damit sie sich z.B. gesünder verhalten (Stichwort: Raucherlunge). Dafür ist es aber doch sicherlich nicht zwingend notwendig, die Leichen in merkwürdigen Positionen (Pokerrunde, Hexenbesen, E-Gitarre…) zu zeigen oder sie gar ihre eigenen Innereien oder ihre Haut in den Händen präsentierend darzustellen.

Von diesen sicherlich effekthascherischen Darstellungen aber mal abgesehen, war es tatsächlich ziemlich interessant. Am interessantesten fand ich fast die verschiedenen Stadien eines Fötus. Ich war sehr überrascht, wie genau man schon die Hände eines 5 Wochen alten Embryos erkennen kann. Und dass der schon größer ist als die kleinsten Knochen des Menschen, den Gehörknöchelchen nämlich. Und natürlich ist es irre, wenn man sich die kleinsten Muskelfasern und Nervenfasern genau anschauen kann.

Dass es sich um echte Leichen handelt, vergisst man im übrigen ziemlich schnell, denn durch dieses Plastinationsverfahren sieht das alles aus wie Plastik – was freilich die Frage aufwirft, ob man dann nicht statt echten Leichen nicht auch Plastikmodelle nehmen könnte… Nunja, das ist natürlich eine Frage der PR. Dann würde ja irgendwie niemand kommen, geschweige denn 17 Euro Eintritt bezahlen. Die Macher meinen selbstverständlich nicht, dass es um Schaulust geht, sondern, dass nur echte Leichen vermitteln könnten, wie individuell auch die Innereien eines jeden Menschen aussehen und dass Modelle immer nur Durchschnittshirne, -mägen, -lungen zeigten… Hm, ja. Oder eben, weil dann mehr Besucher kommen, weil es ein bisschen was von Gruselkabinett hat. Ich wär ja auch nicht hingegangen, um mir Plastikherzen anzuschauen, wenn ich mal ehrlich bin.

Das nenn ich mal Winter
soffimoffi | February 14, 2010 | 16:04

Dieser Winter ist ja nun eh schon enorm: Seit Dezember ist ja eigentlich durchgängig Schnee. Manch einer stöhnt darüber, ich finds klasse.

Und dieses Wochenende waren der Mann und ich dann im Harz. Und da ist dann gleich mal so richtig Winter. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals soviel Schnee auf einmal gesehen habe. Meterhohe Schneeberge. Ich bin schwer beeindruckt. Und glücklich, denn wie gesagt, Schnee find ich klasse:

Hach, das war ganz wundervoll. Und neben Schneespaziergängen waren wir auch Schlittenfahren und haben ein romantisches Whirlpoolbad mit Champagner und Kerzen genossen. Entspannung pur sozusagen. Und schon ist das Wochenende auch schon wieder rum. Ein Elend.

Amerikaner udn Deutschland
soffimoffi | January 30, 2010 | 16:31

Gerade schaute ich unsere USA-Fotos nochmal durch und stolperte dabei über dieses Foto:

Dieses Bier hätten wir dort also kaufen können. Dass deutsches Bier gut ist, das wissen die Amerikaner ja. Und damit dieses Bier deutsch anheimelt, ist alles Deutsche, was die Amerikaner irgendwie schonmal gehört haben hier vereint: eine Frau mit Dirndl und St.Pauli, das legendäre Viertel zur Seefahrerbelustigung. Und nur einem Amerikaner kann diese Kombination aus Urnorddeutschem und Ursüddeutschem nicht absolut absurd vorkommen…

Aber wie schreibt John Madison so schön auf die Frage, warum zum Henker die Amerikaner immer an Bayern denken, wenn sie an Deutschland denken: “Liebe Deutschen, probiert dieses Experiment mit mir aus: Stellen Sie sich einen typischen Bayern vor. – Okay, geschafft? Lassen Sie mich raten, entweder haben Sie an ein Mädchen mit Dirndl gedacht oder an einen Kerl mit Lederhose. Und jetzt stellen Sie sich einen typischen Deutschen aus Hessen vor. – Sehen Sie, das können Sie nicht! Also wie können Sie das von uns erwarten?”

Nun ist das natürlich ein denkbar blödes Beispiel, denn Hessen ist nun wirklich eines der nichtssagendsten Bundesländer unserer Republik. Ich weiß das, denn ich lebe und arbeite dort. Und wenn ich mir einen typischen Norddeutschen hätte vorstellen müssen in Ihrem Experimetn Herr Madison, dann hätte ich da durchaus eine Vorstellung gehabt. Hessen war einfach gemein.

Und außerdem gibt es hier auch mindestens genauso bescheuerte Trachten wie in Bayern.

Deutschlands Stimme für Europa
soffimoffi | January 26, 2010 | 23:46

Äs ju propebli noh: Englisch wird Arbeitssprache.

so inglisch is ey weri importent lengwitsch in jurop. Aua nju juropien kommischener Oettinger das noh sett:

Oder wie die taz es ausdrückt: “There is One who can reach Westerwave the Water: Mr. Oettinger.

Es ist in der Tat sehr wichtig in Europa ein gutes Englisch zu sprechen… Oder man wird einfach so EU-Kommissar für Energie und repräsentiert Deutschland würdig…

Jahreswechsel
soffimoffi | January 8, 2010 | 00:42

Nun schon eine Woche ist das neue Jahr nun alt.
Ich wünsche noch allen ein frohes neues und erfolgreiches 2010.

Ich habe mein Silvester dieses Jahr auf Langeoog verbracht, wo es sehr schön war. Windig und kalt, aber kein Regen. Nach langen Strandspaziergängen, bei denen man ordentlich durchgepustet wurde, hjaben wir lecker heißen Kako getrunken. Und viel gelesen und Spiele gespielt und an Silvester selber natürlich Raclette gemacht. Danach sind wir in die Dünen und haben Feuerwerk bewundert und Teile unserer Gruppe auch selber abgefeuert. Das war wirklich schön:

Und nun ist also 2010:

Das war für die eine oder andere Bank ja durchaus problematisch
2000 war dagegen ja ein Klacks…

Hach, ich will wieder auf die Insel, ich will zurück nach Langeoog. Das war sehr schön. Drachensteigen lassen,

und der windige Strand

und Kakao, Fischbrötchen, Sauna, Bleigießen, keine Autos und einfach eine schöne Insel:

Und was jetzt? Jetzt muss ich wieder arbeiten… Das Aufstehen fällt mir noch schwer, wird sich aber schon wieder einschleifen. Aber schön ist was anderes. In diesem Sinnee: GUte Nacht.

Alte Freunde
soffimoffi | December 25, 2009 | 16:26

An Weihnachten fahren viele Leute, so auch ich, nach Hause und treffen darum dann auch all die alten Freunde, die längst nicht mehr in der Heimatstadt leben.

Wir sind inzwischen alle so um die 30 und das ist ja so ein magisches Alter…

Dieses Jahr an Weihnachten habe ich also erfahren von

2 Eheschließungen

3 Schwangerschaften

und (noch?) 0 Scheidungen

Und das is bestimmt erst der Anfang, ich harre des nächsten Jahres…