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NZZ folio

Toll, wenn die eigene Hochzeit es bis ins Magazin der Neuen Zürcher Zeitung schafft. Heute ist das NZZ folio bei mir eingetroffen.

Dort wird sie etwas abstrakt als “tolle” Hochzeit auf der “schönen” Burg in Nordhessen beschrieben – ich frage mich: Was sollen die Anführungszeichen? Es war doch eine tolle Hochzeit auf einer schönen Burg!

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Der König ist tot

Kim Jong Ill, seines Zeichens erfolgreicher Diktator, ist tot. Das ist nur deshalb schade, weil sein Nachfolger wahrscheinlich noch verrückter und ergo gefährlicher ist, aber auch, weil Kim Jong Ill einfach super auf Dinge schauen konnte, wie diese Website anschaulich verdeutlicht.

Manche meinen, sein Nachfolger könne auch prima auf Dinge schauen. Ich bin mir da noch nicht so sicher.

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Happy Halloween

Normalerweise zelebriere ich Halloween gerne mit dem Gucken von Horrorfilmen, wohingegen ich für das Einsammeln von Süßigkeiten wie in Amerika zelebriert, wenig übrig habe. Dieses Jahr konnte ich Halloween nicht zelebrieren, also keine Horrorfilme gucken, außer diesen hier:

Der ist besonders horrormäßig, weil er einen gewissen elterlichen Sadismus erkennen lässt – und trotzdem muss man lachen. Irgendwie. Dabei ist es wirklich primär gemein. Horror eben – aber so soll es dann jawohl an Halloween auch sein…

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Endlich Sonne

Nachdem unser Sommerurlaub ja eher mit einem bescheidenen Wetter gesegnet war, war dafür der – dafür aber viel zu kurze – Herbsturlaub nun von herrlichstem Wetter begleitet. Die ganze Zeit hat die Sonne geschienen und war es Kurze-Hose-Wetter. Das war wunderbar und wunderschön und auch ein bisschen wunderlich.

Es war einfach ein sehr erholsamer Urlaub in Alanya. Wir haben meistens nicht viel gemacht, mal auf den Markt, mal an den Strand, viel gelesem. Und einen Ausflug nach Anamur, da ist das antike und noch mit allerlei Ruinen ausgestattete Anemurion lokalisiert mit einer wunderbar erhalten Festung, der Mamure Festung. In Anemurion gibt ers einen herrlichen Strand aus weißen Kieseln mit türkisblauen Meer und ohne auch nur einer anderen Menschenseele. Da picknickt und badet es sich dann besonders lauschig.

Hier ein paar Urlaubsimpressionen:

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Blasphemie?

Der katholische Pfarrer hat seine liturgischen Gewänder in die Reinigung gebracht. Die Rechnung kam im Anschluss. Für drei Bademäntel, drei Lätzchen und drei Schals.

Bei der Steuererklärung kann man Bademäntel wahrscheinlich nicht absetzen…

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Ost-West

Heute war ich in einer ehemaligen Kaserne essen, das nennt sich Kombinatsgaststätte und soll ein “Ostalgie”-Restaurant sein. Aber eigentlich hat mich da wenig an “den Osten” erinnert, außer dass es Fassbrause zu bestellen gab. Ansonsten gab es wie gewohnt Weizen und Beck’s und Coca-Cola und anderes Westzeugs. Und auch richtigen Cappuccino (Meine so ungefähr zweite Reise in die ehemalige DDR war nämlich von der erschütternden Erkenntnis geprägt, dass es dort in jedem Cafe/Restaurant Pulvercappuccino gab statt echtem). Vermutlich waren wir im falschen Raum, denn die Bilder auf der Internetseite suggerieren ganz viel “Osten”.

Zu Essen gab es ein “Ost-West-Büffet”:

Das war für mich auch sehr verwirrend. Ich bin ja kein Experte, bin durch die DDR nur einmal durchgefahren und so, aber ich kenne ja ein zwei Leute aus der Gegend und irgendwie konnte ich kaum feststellen, was an der DDR-Seite so “Ost” war und was auf der BRD-Seite so “West” war. Am meisten hat mich irritiert, dass es statt etwa der köstlichen Thüringer Klöße nur so germknödelartige Dinger rumlagen. Die schmeckten nach nichts und machten für mich keinen Sinn (aber vielleicht belehrt mich ein “Ossi” hier ja mal und kann mir das erklären?- sind die typisch?).  Wenigstens gabs Soljanka.

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Reiche Ernte

Heute war ich bei diesem herrlichen Sommerwetter – obwohl ja eigentlich schon längst Herbst ist – mit dem Mann und den Schwiegereltern im Wald Pilze sammeln. Vorher wurde reichlich geunkt, es sei zu trocken für Pilze, aber insgesamt war die Ernte dann doch ziemlich reichlich.

Ich kenne mich mit Pilzen nicht aus, aber ich lerne schnell und ich habe dann auch eine Menge gefunden (hoffentlich die richtigen, sonst wird fast eine ganze Familie ausgelöscht werden…). Die Woche stehen nun auf dem Speiseplan: Pilzsuppe, Pilzragout, Pilzlasagne, Rührei mit Pilzen…

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News of the day

Was titeln heute die großen Nachrichtenseiten? Dass der libysche  Diktator so gut wie gestürzt ist. Dass die Rebellen Tripolis eingenommen haben, der Diktator aber weg ist. Dass der arabische Frühling weite rgeht. Hoffnung für Syrien. Sowas in der Art.

Und was macht YouTube? Die präsentieren mir folgende Videos unter Nachrichten & Politik:

Gut, im weitesten Sinne ist Rambo ja auch ein Rebell…

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Rad und Tat mit Baby

Der Mann ist ja begeisterter Hobbyrennradfahrer und fährt deshalb immer begeistert bei Hobbyrennradfahrerradrennen mit, die dann Jedermannrennen heißen, auch wenn nicht nur Männer mitradeln. Heute waren die so genannten Cyclassics, ein hübsches Radrennen in der hübschen Hansestadt Hamburg. Morgens fahren dann die Jedermänner (und -frauen) und nachmittags die wichtigen richtigen Radrennfahrer.

Der Mann ist zum Trainieren so etwa dreimal vorher auch mal ein bisschen mit seinem Rennrad in der Gegend rumgefahren und hat sich ansonsten damit beschäftigt, neue Teile ans Rad anzubringen. Also Felgen, Kurbeln und dergleichen für mich nichtssagendes. Und dann ist er heute also munter angetreten. Und wer hätte das gedacht, er hat sich zum Vorjahr tatsächlich noch verbessert. Im Durchschnitt ist er auf den 100 km 38 km/h gefahren. Das beeindruckt mich schon, denn ich fahre (so gefühlt und aus dem Bauch heraus) bergab vielleicht so 10 km/h – und da krieg ich dann schon Angst, dass ich die Kontrolle über das Rad verliere. Deswegen ist Kassel ja auch nicht meine Stadt, weil hier eindeutig zu viele Berge sind, die mich in diese Lage bringen können (von dem Weg bergauf will ich Flachlandhobbit mal gar nicht reden). Und der fährt so mal eben 38 km/h. Im Schnitt! Das bedeutet, dass er phasenweise auch mal so 50 km/h gefahren ist und dabei habe ich in der Fahrschule noch gelernt, dass man schon bei 30 km/h (mit dem Auto!) unbedingt den Anschnallgurt verwenden solle, weil bereits ein Aufprall mit dieser Geschwindigkeit höchst unangenehm werden könne. Und der fährt das mal so auf dem Rad. Mit ohne Gurt und Knautschzone. Das ist beeindruckend und – wo ich es mir gerade so überlege – auch total gefährlich. Ich werde ihm die zukünftige Teilnahme künftig verbieten müssen…

Naja. Bei der Gelegenheit konnten wir uns auch mal das im März geborene Baby B mal genauer anschauen und betüddeln. Der kleine Mann ist sehr freundlich und vor allem unglaublich pflegeleicht. Ich glaube, ich habe noch nie ein so pflegeleichtes Baby live erleben können. Man hört von solchen Exemplaren, der Mann sei auch so eins gewesen, munkelt man. Aber live erleben durfte ich das noch nicht. In meiner Welt schreien Babys.  Sie wollen bespaßt werden. Sie wollen betüddelt werden. Sie wollen nicht schlafen. Sie wollen nicht gewickelt werden. Sie wollen gewickelt, aber nicht wieder angezogen werden. Sie wollen ein anderes Spielzeug. Sie wollen herum getragen werden. Dergleichen könnte ich weiter fortführen.

Aber nicht so Baby B. Baby B schreit nicht, er murrt. Baby B findet Bespaßung und Betüddelung dufte, kann sich aber auch sehr lange mit sich selbst, seinen Füßen und einer riesigen Stofferdbeere beschäftigen. Baby B schläft, wenn man ihn in sein Bettchen legt – oder wenn nicht, dann murrt er etwas oder spielt mit einer riesigen Stofferdbeere. Baby B lässt sich anstandslos wickeln. Und wenn die Mama der Besucherin, nämlich mir, lang und breit das Prinzip von Mehrfachwindeln erklärt und Baby B solange doof und nackt rumliegt, dann sagt er überhaupt nichts dazu. Baby B will auch kein anders Spielzeug. Er findet die riesige Stofferdbeere absolut befriedigend. Und seine Füße. Baby B muss auch nicht herum getragen werden, er liegt gerne einfach so auf seiner Decke und rollt ein bisschen hin und her, soweit er es schon kann. Wenn es vom Bauch nicht wieder auf den Rücken zurück geht, dann schreit Baby B natürlich nicht, dann murrt er etwas. Ich will unbedingt ein Baby wie baby B. Dann kann man nämlich endlich all die Bücher lesen, zu denen man nicht kommt.

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Kur

Ich habe mich gefreut diese Woche an einer Fortbildung teilzunehmen in einem Kurhotel in einem Kurort. Schlangenbad heißt der Ort. Das klingt wild und gefährlich und besser als Moorbad. Auch riskanter. Und Kurhotel klingt nach Wellness und schön.

Aber das klingt eben auch nur so. Schlangenbad liegt im Rhheingau, im Hohen Taunus, also tief im Wald. Durch den Ort führt eine Straße. Dann ist da noch ein “Kurpark”, also eine kleine Grünfläche mit zwei Bänken. Und dann sind da noch Hotels und Rehakliniken. Ich weiß nicht mehr genau, ob es da auch Wohnhäuser gibt. Ansonsten ist da Wald.  Und weil da niemand wohnt und als Gäste offenbar normalerweise nur senile Rentner einkehren, gibt es da auch nichts, wo man abends ein Bier oder überhaupt ein Getränk zu sich nehmen könnte. Die “Hotelbar” habe nur am Wochenende geöffnet, sagt der Mensch an der Rezeption. Ob es denn im Ort eine Kneipe gäbe? Nein. Eine Schänke? Ein Wirtshaus? Eine Bar? Eine Gaststätte? Eine Trinkhalle? Ein Späti? Nein, leider. Die nächste Tankstelle sei ein paar Kilometer ortsauswärts…

Nungut, dann eben Wellness – die ist aber zuende, wenn endlich auch die Fortbildung endet und das Thermalbad lässt um 20 h das Wasser ab. Immerhin das angeblich erste Thermalbad Deutschlands. Nützt aber auch nichts, wenn kein Wasser drin ist.

Ich weiß nicht, ob ich jemals in einem verschlafenerem Nest war. Wenn ich mal eine Kur beantrage, dann sollte ich unbedingt darauf achten, dass ich nicht in Schlangenbad ende. Wo sogar der Fernsehempfang verkrisselt ist.

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